

Mark Zuckerberg ist wieder in seinem Element.
Am Dienstag trat der CEO von Facebook vor Mitgliedern des Europäischen Parlaments auf, um über Datenschutzfragen im Zusammenhang mit dem Cambridge Analytica-Skandal zu sprechen. Die Fragen der europäischen Gesetzgeber waren viel detaillierter und anspruchsvoller im Vergleich zu den meisten amerikanischen Vertretern.
Aufgrund eines ungewöhnlichen Formats stellten die Abgeordneten Zuckerberg alle Fragen zu Beginn und ließen ihn dann alles am Ende beantworten. Zuckerberg konnte hauptsächlich zu den heute sehr erkennbaren Redepunkten sprechen. Seine Antworten enthielten oft spezifische Details und manchmal schien es, als ob er bestimmte Themen vermeiden wollte, um nicht generell auf Fragen einzugehen.
Und am Ende führte die gesamte Angelegenheit zu weiteren Versprechungen und der Erwartung auf positive Entwicklungen in Form von Antworten.
Ähnlich wie bei den Anhörungen im US-Kongress erstreckte sich das Themenspektrum in der EU über den Skandal um Cambridge Analytica hinaus. Die Abgeordneten stellten Fragen zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Online-Belästigung, Hassrede, Fake News, Wahlkampffragen, Regulierung, möglicherweiseem Monopolstatus von Facebook und anderen Themen.
Ein Abgeordneter machte deutlich, dass die Person nicht zum Kongress, sondern zur Europäischen Union gekommen sei und dass sie bestimmte Erwartungen zu erfüllen habe.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments haben nicht nur viele Themen umfassend untersucht, sondern auch tief in die besorgniserregendsten Aspekte vieler Themen eingedrungen.
Es wird gefragt, warum Facebook seine Nutzer im Jahr 2015 nicht über den Datenschutzverstoß informiert hat und wie sichergestellt werden kann, dass ähnlicher Missbrauch nicht erneut geschieht. Besonders wichtig ist die Frage, da viele Nutzerdaten, die von nun gesperrten Apps gesammelt wurden, bereits verfügbar sein könnten. Zuckerberg hat in seiner ausführlichen Antwort betont, dass künftige Bemühungen zur Wahrung der Wahlintegrität, zur Prüfung von Apps und zur Einführung des neuen Tools “klare Geschichte” von Facebook von großer Bedeutung sind.
Die Gesetzgeber wollten herausfinden, wie Facebook die DSGVO umsetzen könnte, insbesondere in Bezug auf Nicht-EU-Bürger. Zuckerberg hat nicht direkt auf diese Frage geantwortet, sondern einfach gesagt, dass Facebook die DSGVO einhalten wird und die entsprechenden Einstellungen weltweit anbieten möchte.

Ein weiteres bedeutendes Ereignis war die Frage, ob Facebook als Monopol angesehen werden kann.
Ein Politiker äußerte Bedenken darüber, dass Facebook zu viel Macht besitzt und schlug vor, das Monopol des Unternehmens zu durchbrechen. Er fragte, ob du ihn davon überzeugen kannst, das nicht zu tun.
Mark Zuckerberg sprach über die Bedeutung von Wettbewerb und betonte, dass Facebook ständig konkurrieren muss, um weiterhin relevant zu bleiben. Allerdings wird hier die Frage nach einem Monopol lediglich im Kontext des allgemeinen Wettbewerbs betrachtet – obwohl es sich um zwei unterschiedliche Themen handelt, wie Guy Verhofstadt, Mitglied des Europäischen Parlaments, mit einem Vergleich zu Transportmöglichkeiten deutlich machte.
Einige der schwierigen und wichtigen Fragen, die von den Abgeordneten gestellt wurden, betrafen Themen wie die Entscheidung darüber, wie man sich vor gezielter Werbung schützen kann, ob die Menschen entschädigt werden sollten, wenn ihre Daten verletzt werden, ob Facebook bereit ist, mehr Informationen über seine Rolle im Brexit preiszugeben, ob es auf Facebook ein größeres Sicherheitsrisiko als bei anderen Apps gibt und wie das Unternehmen mit den für “Sicherheitszwecke” gesammelten Daten umgeht, insbesondere mit “Schattenprofilen”. Zuckerberg hat diese Fragen nicht direkt beantwortet.
Als Zuckerberg vor dem Europäischen Parlament aussagte, wurde er mit direkten Fragen zu Schattenprofilen und Werbe-Opt-outs konfrontiert. Er wirkte währenddessen etwas verunsichert. Die Anhörung wurde vom Präsidenten des Parlaments beendet, und Zuckerberg versprach, schriftlich auf genauere Fragen einzugehen, anstatt sich mit den unklaren Antworten einiger Abgeordneter auseinanderzusetzen.
Und auch ein paar Selbstporträts wurden gemacht.

Der Text spricht über verschiedene Themen, darunter Facebook und Politik.

Rachel Kraus ist eine Technologie-Reporterin bei Mashable, die sich auf Gesundheit und Wellness spezialisiert hat. Sie stammt aus Los Angeles, hat an der NYU Journalismus studiert und schreibt kulturelle Kommentare über das Internet.









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