

Anscheinend konnten selbst süße Indie-Dates die wachsende Bedrohung des E-Commerce nicht von IKEA fernhalten.
Am Dienstag wurde gemeldet, dass Ikea seine Pläne für die Eröffnung eines großen Ladengeschäfts in Nashville aufgegeben hat. Der Grund dafür war offenbar, dass Ikea sich darauf konzentrieren möchte, sich an die aktuellen Online-Shopping-Trends anzupassen, und nicht an den wirtschaftlichen Bedingungen in Nashville.
Ikea plant, neue Geschäfte in Georgien, Colorado, Kalifornien und Texas zu eröffnen, wie vom Tennessean berichtet. Mashable hat Ikea kontaktiert, um zu erfahren, ob sich die Pläne für diese Standorte geändert haben und wird die Informationen aktualisieren, sobald eine Antwort vorliegt.
Laut dem Handelsministerium ist der E-Commerce-Umsatz im Jahr 2017 um 16 Prozent gestiegen. Der Online-Verkauf gewinnt kontinuierlich an Anteil am Einzelhandel und macht mittlerweile fast 10 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Es wird erwartet, dass dieser Anteil bis 2021 um weitere 14 Prozent steigen wird.
Im vergangenen Jahr hat Ikea seine In-Store-Navigations-App aktualisiert, um sie benutzerfreundlicher zu gestalten. Laut dem Investorenbericht von 2017 dient die App als Verbindung zwischen dem Online- und dem In-Store-Einkaufserlebnis. Sie soll den Kunden helfen, Zeit zu sparen, während sie sich durch das oft verwirrende Geschäft navigieren. Diese Maßnahme, zusammen mit der Übernahme von TaskRabbit durch Ikea im Jahr 2017, zeigt, dass das Unternehmen sich bewusst ist, dass der Einkauf bei Ikea manchmal als frustrierend und zeitaufwändig empfunden wird.
Im letzten Jahr hat Ikea angekündigt, dass es in Zukunft den Online-Handel ausbauen und sein Vertriebsnetz mit mehreren Vertriebskanälen erweitern wird. Obwohl die Ikea-Filialen 817 Millionen Besuche verzeichneten, erzielte die Website IKEA.com 2,1 Milliarden Besucher. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Online-Besucher mehr als doppelt so hoch war wie die der stationären Besucher.
Es wird vermutet, dass IKEA-Filialen bestehen bleiben werden. Es scheint jedoch, dass Unternehmen langsam darauf aufmerksam werden, dass einige Kunden lieber große und schwere Möbelstücke geliefert bekommen möchten, anstatt sie selbst im Laden abholen zu müssen.

Rachel Kraus ist eine Mashable-Technologie-Reporterin, die auf Themen im Bereich Gesundheit und Wellness spezialisiert ist. Sie stammt aus Los Angeles, hat an der NYU Journalismus studiert und schreibt kulturelle Kommentare über das Internet.











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